Über mich

Janine Anrig

Das bin ich

Mein Name ist Janine und Pferde gehören seit klein auf zu meinem Leben. Ich hatte nicht das Glück, dass ich in einer Pferdefamilie gross wurde, hatte aber Eltern, die mir das Reiten im Kindesalter ermöglichten. Ich habe auf meinem Weg viele unterschiedliche Reitställe und Trainerinnen kennen gelernt. Geträumt habe ich stets von einer unsichtbaren Verbindung und blindem Vertrauen. Was ich in den vielen Reitstunden meiner Kindheit und Teeniealters lernte, zielte nur leider gar nicht darauf ab. Auf der Suche nach feinem Reiten, entdeckte ich die akademische Reitkunst. In dieser Entdeckung lag für mich und meine Stute Graziosa ein Neuanfang. Nicht nur ihre - ursprünglich massiven - körperlichen Baustellen wurden rapide besser, auch unsere Beziehung und Kommunikation erreichte ein neues Level, wodurch ihre mentale Fitness deutlich beständiger wurde. Für mich bedeutet die akademische Reitkunst die einfühlsame Arbeit am Boden und im Sattel, mit dem Pferd als Partner auf Augenhöhe und niemals über das Pferd hinweg. In den letzten Jahren hatte ich das Glück, verschiedene Persönlichkeiten in dem Bereich kennen lernen zu dürfen und meine Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Es macht mir besonderen Spass, mein Know-how zu teilen und an Gleichgesinnte weiterzugeben und durfte so bereits einigen Freundinnen und Stallkolleginnen in Stunden die Grundlagen der akademischen Reitkunst zeigen. Gern würde ich mein Wissen weiter teilen und auch andere Pferd-Reiter-Teams begleiten.

Mein Werdegang

-Mit etwa 6 Jahren: Start meiner "Pferdekarriere" mit Voltigieren
-Danach testen wohl jedes klassisch englischen Reitstalls der Region, so richtig gefiel es nirgends lange
-Mit 12 Jahren: klassisch englisches Reitbrevet
-Im Teenageralter: Dressur- und Springstunden und ausreiten mit Haflingern. In den Ferien besuchen diverser Reitlager. 
-Mit 15 Jahren: Meine erste Reitbeteiligung "Dino von Eichberg"
-2016: wurde Graziosa eingeritten und unsere Wege kreuzten sich, sie wurde zu meiner Reitbeteiligung
-Durch Graziosas gesundheitliche Geschichte lernte ich die akademische Reitkunst kennen
-2020 durfte ich Graziosa mein Eigen nennen 
-2020 - 2023: Regelmässig Reitsunden bei Andrina Hostettler (pferde-fuehren.ch)
-Seit Mai 2022: Unterricht bei Manuela Wick (harmonie-und-leichtigkeit.ch)
-Im August 2022: Erstes Bent Branderup Seminar auf dem Tannenhof (zentauer.com)
-Seit Januar 2023: Unterricht bei Anja Rémond (Hass) live und online (zentauer.com)
-Im April 2023:  Aktivteilnehmerin Intensivwochenende auf dem Tannenhof (zentauer.com)
-Im Mai 2023: Aktivteilnehmerin Freiarbeitsseminar bei Susanne Lohas (horse-in-balance.com)
-Im Juli 2023: Intensivwoche bei Anja Rémond (Hass) auf dem Tannenhof (zentauer.com)
-Januar 2024 - Februar 2025: Onlinekurs Ganganalyse von Osteodressage (osteodressage.college)
-Im Juli 2024: Intensivwoche bei Anja Rémond (Hass) auf dem Tannenhof (zentauer.com)
-Im August 2024: Besuch Event "Entstehung einer Sprache" von Arien Aguilar & nativehorses in Deutschland (entstehung-einer-sprache.de)
-Oktober 2024: Kurswochenende in Müllheim mit Anja Rémond (Hass) (harmonie-und-leichtigkeit.ch)
-Januar/Februar 2025: "Gelassen Ausreiten" Masterclass - mindfulhorse Academy (mindfulhorseacademy.com)
-Seit März 2025: Online Unterricht bei Anne-Katrin Zwilling (zweihof.at)
-Im Mai 2025: Besuch Event "Entstehung einer Sprache" von Arien Aguilar in Tübach (entstehung-einer-sprache.de)

-Juni - Oktober 2025: Geländetraining / Horsemanship-Training mit Max Bath 
-Im Juli 2025:  Intensivwoche bei Anja Rémond (Hass) auf dem Tannenhof (zentauer.com)
-Im Juli 2025: Absolvieren & bestehen des "Groundwork/ Lungeing test" by Bent Branderup
-November - Dezember 2025: Praktikum bei Anja Rémond (Hass) auf dem Tannenhof (zentauer.com)
-Im Dezember 2025: Absolvieren & bestehen der Wappenträger/Squire Prüfung by Bent Branderup 
-14. & 15. Februar 2026: Aktivteilnehmerin Bent Branderup Seminar Frauenfeld (bentbranderuptrainer.com)

Sein eigenes Handeln zu reflektieren ist für mich eine zentrale Grundlage in der Arbeit mit Pferden. So ist es mir wichtig, mich stetig weiterzubilden, Neues zu lernen und mich immer wieder durch Unterricht, Seminare, Kurse und Literatur weiterzuentwickeln.

Im Takt der akademischen Reitkunst


Der Takt der Beziehung

Für ein effektives Training ist die Beziehung zwischen Mensch und Pferd das zentrale Element. Nur wenn das Team im Einklang ist, kann es gemeinsam vorankommen. Oft wird Respekt als Basis genannt, doch dieser bedeutet nicht, dass das Pferd bedingungslos folgt. Respekt ist keine Einbahnstraße. Wenn wir eine Beziehung auf Augenhöhe anstreben, müssen auch wir Menschen dem Pferd Respekt entgegenbringen – durch Verlässlichkeit, Feingefühl und das Anerkennen von Grenzen.

Jede Beziehung zwischen Mensch und Pferd ist einzigartig, geprägt von einem individuellen Takt.  Denn die wahre Kunst in der Partnerschaft zwischen Mensch und Pferd liegt nicht darin, einen vorgegebenen Rhythmus zu finden, sondern gemeinsam einen eigenen Takt zu erschaffen. Dieser Takt – der gemeinsame Rhythmus – ist es, der die Beziehung lebendig macht und den es zu spüren, zu achten und zu pflegen gilt.

Der Takt des Trainings

Jedes Pferd ist einzigartig – mit seinen Bedürfnissen, Stärken und Schwächen, genauso wie jeder Mensch. Im Training muss sich dieses individuelle Zusammenspiel widerspiegeln. Die Inhalte sollten sich immer am Pferd-Mensch-Team orientieren und auf die jeweiligen Voraussetzungen eingehen. Nicht jedes Team braucht das Gleiche zur gleichen Zeit. So entsteht ein ganz individueller Takt, der bestimmt, welche Schwerpunkte gesetzt werden und wann es wie weitergehen kann. Das Team selbst gibt den Takt vor – in seinem eigenen Tempo, abgestimmt auf die gemeinsame Entwicklung und das gegenseitige Verständnis.

Der Takt der Gangarten

Der Takt der jeweiligen Gangart ist im Pferdetraining von entscheidender Bedeutung, weil er die Grundlage für Balance, Koordination und Harmonie bildet. Ein korrekter Takt zeigt an, dass das Pferd körperlich und mental im Gleichgewicht ist. Ist der Takt unregelmäßig deutet das oft auf Verspannungen, Ungleichgewicht oder fehlende Durchlässigkeit hin.

Im Schritt ist der gleichmäßige Viertakt wichtig, um die Muskulatur des Pferdes locker zu halten und Vertrauen in die Bewegungsabläufe zu entwickeln. Beim Trab sorgt der klare Zweitakt für Stabilität und fördert die Symmetrie in der Bewegung. Ein gleichmäßiger Trab-Takt unterstützt die Entwicklung von Muskulatur und Tragkraft. Der Galopp mit seinem Dreitakt ist entscheidend für das Erlernen von Kraft und Schwung. Ein sauberer Galopptakt hilft dem Pferd, seine Energie gezielt einzusetzen und den Bewegungsfluss zu kontrollieren.

Ein gleichmäßiger Takt in allen Gangarten zeigt also, dass das Pferd physisch und mental in der Lage ist, die Anforderungen des Trainings zu erfüllen. Der Takt dient dem Trainer als eine Art "Spiegel" für den Fortschritt und die Gesundheit des Pferdes – er zeigt, wann weitergearbeitet werden kann und wo noch fein abgestimmt werden muss.

Der Takt der akademischen Reitkunst

In der Akademischen Reitkunst ist der Takt ein zentrales Element, das die Grundlage für die harmonische Zusammenarbeit zwischen Pferd und Reiter bildet. Während in den verschiedenen Gangarten der Takt entscheidend für Balance, Koordination und Bewegungsfluss ist, wird in der akademischen Reitweise besonders darauf geachtet, diesen Takt weiter zu verfeinern und zu optimieren.

Die Akademische Reitkunst strebt danach, die natürlichen Bewegungen des Pferdes zu veredeln, indem sie auf die Feinheiten der Hilfen und die subtile Kommunikation zwischen Reiter und Pferd fokussiert. Ein korrekter Takt zeigt nicht nur die körperliche Gesundheit des Pferdes an, sondern ist auch ein Ausdruck seiner inneren Balance und Losgelassenheit. Durch das gezielte Arbeiten am Takt entwickeln die Pferde eine bessere Tragkraft und Versammlung, wodurch sie in der Lage sind, anspruchsvolle Lektionen in Leichtigkeit und Grazie auszuführen. Der Takt wird so zum sichtbaren Ausdruck der Harmonie, die in der Akademischen Reitkunst angestrebt wird – ein eleganter Tanz zwischen Pferd und Reiter, der im perfekten Rhythmus schwingt und die Essenz dieser klassischen Reitweise verkörpert.

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