Meine Pferde
Geschlecht: Stute
Geboren am 11. April 2012
Spitznamen: Hexli, Zösli
Begegnet bin ich Graziosa als sie gerade ein Jahr alt war, also 2013. Damals war ich Reitbeteiligung auf einem Bauernhof im schönen Thurgau und hatte ihre Mutter Grazia als liebgewonnene Weggefährtin kennen und lieben gelernt. In den darauffolgenden Jahren verliess ich den Hof noch einmal für einige Zeit. Als Graziosa dann gute 4.5 Jahre alt war wurde sie von ihren damaligen Besitzern in den klassisch englischen Beritt gegeben. Als ich davon hörte, besuchte ich die sehr zierliche junge Stute und verliebte mich Hals über Kopf in sie. Damals noch im Studium zur Logopädin konnte ich die hübsche Stute nicht gleich übernehmen, bekam aber wieder die Chance sie als Reitbeteiligung zu haben.
Los ging unsere Berg- und Talbahnfahrt. Graziosa hatte wohl von Grund auf nicht den Körper eines Reitpferdes in die Wiege gelegt bekommen. Dass zum Reitpferd entsprechende Ausbildung und Muskulatur gehörte, verstand ich damals nur begrenzt. Durch das Reiten, wohl auch unpassendes Equipment und ihre Konstitution, kam es dazu, dass Graziosa im Alter von 5 Jahren das erste Mal auf der Rampe in Richtung Regenbogen stand. Tierärzte, Ostheopathen und Akupunktur in Kombination mit reitfreiem Training, liessen uns das Ruder rumreissen. Graziosa erholte sich wieder und wir starteten wieder in Richtung Zukunft.
2019 kam dann der nächste Regenbogen in Sicht. Völlig abgemagert und glanzlos kam Graziosa nach einer dreimonatigen Weidepause zurück. Der Anblick war niederschmetternd. Von aussen wurde uns wenig Hoffnung gemacht, doch ich konnte nicht aufgeben. Ich fühlte einfach, dass der Moment des Loslassens noch nicht gekommen war. Mit Tierärzten versuchte ich das Rätsel um den besorgniserregenden körperlichen Zustand zu lösen. Was schlussendlich half? Zeit, Medikamente und die Hoffnung auch dieses Tief zu überstehen. Wir also wieder mit Vollgas in die Zukunft.
2020 entschied ich mich Graziosa nun definitiv zu übernehmen und mir damit den Traum meines ersten eigenen Pferdes zu erfüllen. Im Juli 2020 dann wieder das Horrortelefon: Graziosa geht auf drei Beinen. Hypothese: Kniescheibe gebrochen. Geröngt und noch einmal Glück gehabt: alles noch irgendwie ganz. Also konnte ich Graziosa am 18. August 2020 mein Eigen nennen.
Graziosa hat aktuell das Spiel mit der Versammlung entdeckt und probiert sich sehr aktiv damit aus. Grundsätzlich fällt ihr die Spannung viel leichter als das Loslassen. Sie mag es viel lieber, wenn ich ihr nahe bin, so waren das Longieren auf viel Distanz oder die Freiarbeit auf Distanz für sie emotional schwierig. Heute hat sie ihr Nervenkostüm immer besser im Griff und verliert nur noch selten den Draht zu mir. Und wenn es doch einmal passiert, lässt sie sich schnell wieder einladen.
Geritten wird Graziosa seit 2022 ausschliesslich gebisslos. Auch im Gelände ist sie am Kappzaum super zuverlässig und hört fein zu. Das Reiten am Halsring am Platz macht sie sehr souverän in allen Gangarten. Mein absoluter Traum! Wir geniessen die gemeinsamen, freien Momente sehr.
Graziosa ist mein absolutes Seelenpferd, ohne sie wäre ich nicht da, wo ich heute bin. Ich bin ihr unendlich dankbar für alles was sie mir zeigt, was sie mich lehrt und mir gibt. Sie erfüllt mir meine Träume und dafür fühle ich mich unendlich verbunden. Ich freue mich auf alles, was ich von ihr lernen darf und auf jeden einzelnen Moment, der das Leben uns schenkt.
Geschlecht: Wallach
Geboren am 10. Mai 2019
Spitznamen: Liniani, lindsgi, Schneckchen
Auf meinem Weg mit Graziosa lernte ich so viel dazu, dass ich mich immer wieder fragte, wie es wohl wäre, wenn ich sie von Grund auf nach akademischer Reitkunst ausgebildet hätte. Hätten wir durch den sanften und kohärenten Ausbildungsstil viele unserer Basisthemen weniger? Oder vielleicht gar nicht? Der Traum mein eigenes Jungpferd ausbilden zu können schlich sich immer mehr auch in die Gedanken des Alltags. So kam es mehr durch Zufall, dass ich eines Dezembertages 2022 kurz vor dem Jahreswechsel auf der Skipiste während des Sonnenbadens auf der Terrasse eines wunderschönen Bergrestaurants auf Maros Inserat stoss. Seine sanften Augen, seine volle Mähne, sein liebevoller Ausdruck und seine schönen Bewegungen zogen mich sofort in den seinen Bann.
Kurze Zeit später war klar, der damals knapp 3.5 jährige Hengst wird aus Menorca in die Schweiz reisen. Er wurde noch auf Menorca kastriert und trat dann 2 Monate später seine 5-Tages-Reise in sein neues Zuhause an.
Bei uns angekommen schlich er sich sofort in unsere Herzen. Mit seiner aufgeschlossen, menschenorientierten Art hat er bereits viele Fans im Stall. Er ist ein sehr freundliches Pferd mit einer guten Portion Selbstbewusstsein. Seine verspielte und humorvolle Art bringt mich regelmässig zum lachen. Er ist sehr motiviert und häufig ein richtiger kleiner Streber. Natürlich fällt auch ihm nicht alles leicht, so war zum Beispiel das Spazieren eine Disziplin, die er zu Beginn nicht richtig verstand und auch nicht sonderlich witzig fand. Durch fleissiges Üben hat auch er verstanden, was seine Aufgabe während Spaziergängen oder auch Joggingrunden ist.
Für Zirkuslektionen ist er immer zu haben und bietet auch alles an, was ihm in den Sinn kommt. Freiarbeit macht ihm auch sichtlich Spass.
An der Longe dreht er gemütlich seine Runden und nimmt Inputs kooperativ an. Die seitlich geführte Bodenarbeitsposition entspricht ihm aktuell am besten. Er mag es nicht, wenn ich vor ihm rückwärts gehe. Aber auch das können wir noch lernen.
Als Reitpferd macht er sich auch bereits sehr gut. Auch wenn er noch nicht wahnsinnig häufig einen Reiter trug, ist er mit der Situation absolut ok und zeigt alle drei Gangarten brav unter dem Reiter. Im Gelände war er auch schon ein paar Mal unterwegs. Dabei ist er total unerschrocken und cool drauf.
Maro ist ein herzensguter Bube, offen und motiviert, ein richtiges Traumpony eben. Ich bin gespannt, wo unser Weg uns noch hinführt.
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